LEGO® 6315: 11 Verkehrszeichen, 8 Jahre am Markt und 4 Box-Varianten

Die vier verschiedenen Boxen gehören alle zu Set 6315. Dieses Vintage-Lego-Set wurde nämlich in 8 Jahren in vier unterschiedlichen OVPs von Lego veröffentlicht.

Wer erkennt den Unterschied der vier Boxen? Weiter unten löse ich auf. *Zwinker*

Im Jahr 1988 kam innerhalb der LEGO®-Stadt-Reihe dieses Ergänzungsset mit Verkehrszeichen und der Nummer 6315 auf den Markt. Das Set ist eins von drei Ergänzungssets für den Stadtbereich (Figurenpacks mal ausgenommen), die 1988 herausgekommen sind. Es ist das Nachfolge-Set der Road Signs (LEGO 6306) von 1980. Diese Art Verkehrszeichen gab es tatsächlich bereits ab 1969, hier auch als Ergänzung (Traffic Signs LEGO 989). Ich hatte immer gedacht, die Verkehrsschilder sind erst mit den Minifiguren eingeführt worden. Denkste. *Grins*

Daneben sind auch einzelne Verkehrszeichen immer mal wieder in Sets aufgetaucht. Sehr spannend ist auch ein Kombi-Set (LEGO 1060) aus der Reihe „Educational & Dacta“ von 1981. Dieses besteht aus Straßenplatten, Bäumen und Verkehrszeichen. Im Collectors Guide ist es leider nicht zu finden.

So richtig präsent war mir dieses Ergänzungsset (LEGO 6315) damals nicht. Hatte es zwar im Katalog beim Durchblättern wahrgenommen, allerdings haben mich da andere Sets mehr begeistert. Und die hatten natürlich Priorität. *Zwinker*

Ich hatte als Kind auch gar keine LEGO-Straßenplatten, auf denen ich die Verkehrszeichen sinnvoll hätte anbringen können. Die einzigen Grundplatten, die wir damals hatten, war die 16×16-Platten vom Sabre Island (LEGO 6265) und Vacation Hideaway (LEGO 6592), sowie die 32×16-Platte vom Breezeway Café (LEGO 6376). Kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich die Ergänzungssets im Laden gesehen habe. Gegeben hat es sie sicher, nur mein Fokus war halt ein anderer.

Ein weiterer sehr spannender Fakt: Es gab meines Wissens vier OVPs zu Set 6315. Das ist ziemlich viel. Gleichzeitig ist Set 6315 ein sehr gutes Beispiel dafür, dass LEGO in den 80er-Jahren und in den 90er-Jahren bei vielen Sets immer wieder verschiedene Boxen verwendet hat. Das fällt mir immer besonders auf, weil ich mich mit dem Thema sehr intensiv beschäftige. Dazu gleich mehr.

 

Basis-Infos: LEGO 6315

  • Name: Road Signs (Verkehrszeichen)
  • Set-Nummer: 6315
  • Erscheinungsjahr: 1988 (März NL Katalog)
  • Produktionszeitraum: 1988 bis 1996
  • Vertrieb in: Deutschland, Nordamerika, Australien und Asien
  • Verkaufspreis (1988): 4,65 DM bis 4,95 DM
  • Teile: 11 Teile 
  • Bauanleitung: keine
  • LEGO 6315 kaufen: auf Ebay, auf Kleinanzeigen, auf Bricklink

 

Der Preis damals und heute

Set 6315 hat damals etwa 4,65 D-Mark bis 4,95 D-Mark gekostet. Spannenderweise ist der günstigere Preis von 1995. Ohne Box sind die Verkehrszeichen einfach zu bekommen. Set 6315 startet ab 10 Euro auf den gängigen Plattformen. Mit Box (geöffnet) kann man es auch recht gut bekommen. Bei Bricklink ab zirka 15 Euro. Wenn Du Set 6315 neu (originalverpackt) haben möchtest, dann musst Du dafür aktuell bei Ebay 53 Euro (zuzüglich Versand) zahlen.

Neu kostet Set 6315 aktuell 53 Euro bei Ebay.

Ich habe für meine vier verschiedenen Box-Varianten von Set 6315 zweimal 13 Euro und einmal 15 Euro bezahlt. Die ungeöffnete blaue System-Box hat mich 40 Euro gekostet. Alles jeweils inklusive Versand und über Kleinanzeigen.

 

Banner mit Andy und Basti von der Steckkastenkrew und dem Hinweis, dass man nach dem Klick in den Shop weitergeleitet wird.

 

Die EU-Box-Varianten

Die Box ist die kleinste Größe, die von 1988 bis 1989 standardmäßig herauskam. Sie hat die Maße 9,5 x 7 x 4,7 Zentimeter. Trotzdem ist die Box nur zu 25 Prozent gefüllt. *Grins*

Links ist die Vintage-Lego-Box in Gelb mit dem berühmten Legoland-Schriftzug zu sehen und rechts die 11 Verkehrsschilder des Sets.

Randnotiz: Ab 1990 gab es dann auch Sets mit noch kleineren Boxen, zum Beispiel:

Zurück zu Set 6315: Mir sind bisher vier verschiedene Box-Versionen bekannt. Drei gelbe Boxen mit LEGOLAND-Schriftzug und eine blaue Box mit LEGO-System-Schriftzug. Ich habe auch alle vier Boxen und kann sie Euch hier mal zeigen. Die blaue System-Box ist wie schon erwähnt, sogar noch ungeöffnet.

Die vier verschiedenen Boxen gehören alle zu Set 6315. Dieses Vintage-Lego-Set wurde nämlich in 8 Jahren in vier unterschiedlichen OVPs von Lego veröffentlicht.

Ich hatte ja eingangs schon die Frage gestellt, worin sich die vier OVPs unterscheiden. Das schauen wir uns jetzt mal zusammen an.

Auf der Vorderseite zeigen alle Boxen das gleiche Frontbild. Hier kann man auch schon sehen, welche Schilder enthalten sind. Die Gestaltung ist im Stil der 80er-Jahre-Stadt-Sets gehalten. Graue Straße (meistens), grüne Landschaft und blauer Himmel (manchmal auch noch die Silhouette einer Stadt etc.).

Die Rückseiten der vier Boxen direkt nebeneinander auf einem Foto. Ein sehr seltener Anblick.

Auf der Rückseite der Boxen sind alle Schilder nochmal einzeln abgebildet. Hier beginnen dann die Unterschiede. Bei der ersten Box-Version von 1988 (unten links im Bild) ist jeweils noch die Anzahl der enthaltenen Schilder aufgeführt. Bei den späteren drei Boxen ist das nicht mehr der Fall. Vielleicht wurde das ab da weggelassen, weil die Vorderseite ja bereits alles zeigt, was drin ist. Bei der Box von 1995 (unten rechts im Bild) sind die Schilder anders angeordnet und die Lasche zum Eindrücken und zum seitlichen Öffnen ist hier auf der rechten Seite. Version 2 und Version 3 (oben rechts und links im Bild) haben sie links.

Die Oberseiten der vier OVP-Varianten im direkten Vergleich nebeneinander.

An der Oberseite befindet sich bei der ersten Box-Version (im Bild links) das Euroloch zum Aufhängen. Die anderen Boxen haben das nicht. Zusätzlich sind bei der blauen Box noch einmal alle Schilder auf der Oberseite abgebildet.

Die Unterseiten der vier verschiedenen Boxen von Lego-Set 6315.

Die Unterseiten der OVPs offenbaren auch einige Unterschiede zwischen den Boxen. Version 1 zeigt die Schilder, einen Barcode sowie das Erscheinungsjahr 1988. Version 2 zeigt Barcode, Sicherheitshinweise, Altersangabe und CE-Zeichen sowie die Jahresangaben 1988/1989. Version 3 ist noch um den grünen Punkt ergänzt, als Jahreszahlen sind hier 1988/1992 zu finden. Version 4, die blaue Box, hat die Jahreszahlen 1988/1995 aufgedruckt, und das Logo der Altersangabe ist anders designt. Grüner Punkt und CE-Zeichen tauschen zudem noch die Plätze.

Spannend hier: Auf Box-Version 3 steht 1988/1992, trotzdem ist die Box noch gelb. Bei Set 6509, dem Red Devil Racer von 1991 ist bei der blauen System Box 1991/1992 aufgedruckt. Es wäre mal interessant zu wissen, welche Kriterien ausschlaggebend waren, ob das neue blaue Box-Design bei schon bestehenden Sets 1992 sofort umgesetzt wurde oder nicht. Basti hat das Thema ja auch bereits in seinem Video zum Flussturm der Forestmen (LEGO 6077) angesprochen. Seine Box ist von 1992 und spannenderweise zwar farblich richtig (hell-orange für Den Bereich Castle ab 1992) aber der LEGOLAND-Schriftzug ist ebenfalls aufgedruckt (eigentlich nur bis 1990 bei Castle). Falls jemand da mehr weiß, gerne kommentieren.

Linke Schmalseiten der vier Box-Varianten im Vergleich.

Rechte Schmalseiten der vier Box-Varianten im Vergleich.

Die Schmalseiten der gelben Boxen sind jeweils gleich. Auf der einen Seite eine Abbildung von sechs Schildern. Warum hier nur 6? Auf der anderen Seite die Angabe, ab welchem Alter die Sets geeignet sind. Bei der ersten Box ist auf dieser Seite noch die Lasche zum Eindrücken. Die blaue Box hat an beiden Seiten die sechs Schilder abgebildet.
Was ich mich frage: Wenn unten auf der Box „Nicht unter drei Jahren“ und an der Seite „Ab fünf Jahren“ steht, was ist mit Kindern die vier Jahre alt sind? Haben die jetzt Pech gehabt? 😀

Auch hier wurde sowohl weißer, als auch brauner Karton für die Boxen verwendet. Variante 1 und Variante 2 aus weißem Karton, Variante 3 und Variante 4 aus braunem Karton.

Man sieht sowohl weiße als auch braune Pappe bei alten Vintage-Lego-Kartons.

 

Die Verkehrszeichen

Hier eine Übersicht der im Set enthaltenen Verkehrszeichen. Es sind 11 Stück, wobei das Stop-Zeichen doppelt vorkommt.

Verkehrszeichen aus Lego.

Insgesamt sind die Schilder schön gestaltet, wie ich finde. Ein interessantes Detail ist die Unterseite. Es gibt welche mit flachem oder rundem Pin.

Runde und eckige Steckverbindungen an der Unterseite der Lego-Verkehrszeichen, um sie auf Noppen von anderen Bausteinen zu stecken.

Prinzipiell hat sich die Form bis 1999, als die neueren Verkehrszeichen (LEGO 6427) herauskamen, nicht geändert. Es variieren über die Jahre aber die Motive leicht. Das Parken-Verkehrszeichen gibt es mit oder ohne Meterangabe. Zudem gibt es auch Varianten, wo die Vorderseite geprägt ist. Das kann man sogar erfühlen.

Eine Bauanleitung und Alternativmodelle gibt es natürlich nicht.

 

Fazit

Die Verkehrszeichen (LEGO 6315) eignen sich vor allem gut, wenn man auch Straßenplatten von LEGO hat. Dann kann man seine LEGO-Stadt noch nett ergänzen. Es dürfte auch eins der wenigen Sets sein, die relativ lange am Markt waren.

Wie findet Ihr das Set? Kennt Ihr es? Hattet Ihr es?

Kommentare sind gern gesehen!

 

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8 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Bekam auch eine Box als Kind und hab jetzt noch 2-3 Schilder. Der Rest ist leider abgebrochen.
    Waren beim Auspacken leider nicht so spektakulär weil es nichts zum Zusammenbauen gab aber beim Integrieren in die Stadt ein Hochgenuss und unverzichtbar.
    Leider gibt es solche Stadt „Battle“ Packs nicht mehr.

    Antworten
  • Wir hatten das Set, 2x.
    Ich fand die Auswahl der Schilder immer ungünstig:

    Es gab das Schild „Parkplatz in 300m“, aber kein Parkplatzschild ohne Zusatz. Zumal waren 300m auch in meiner ziemlich großen Legostadt damals nie darstellbar.

    Es gab zwei Stopschilder, aber kein Hauptstraßenschild (zum Glück hatten wir noch eines von Matchbox / Siku / irgendwas).

    Dasselbe bei der Einbahnstraße: Das blaue Gegenschild fehlt.

    „Links abbiegen verboten“ ist nett, aber warum kein „rechts abbiegen verboten“? Bei den engen Kreuzungen wäre das hilfreich gewesen.

    Nichts desto trotz essen die Schilder super für unsere Stadt. Und die oben abgebrochenen (von denen es einige hab), haben wir als Poller benutzt. Die Schilder an sich passten, wenn sie oben am Stul abgebrochen waren, gut in das Unterteil eines „lever“ Hebels – und wenn sie unten abgebrochen waren, in einen 1×1-Rundstein. Weggeworfen wurden die nicht.

    Antworten
  • Ronny Keller
    23. Januar 2026 22:00

    Die Straßenschilder waren echt super, ABER ihr habt einen wichtigen Punkt unterschlagen: diese Legoteile waren absolut NICHT dafür gedacht in einer losen Legokiste zu landen, da sie sehr leicht am Fuß abgebrochen sind. So hatte ich am Schluss mehr defekte als intakte Schilder. Konsequenz in meiner Legostadt: mehrere Autos wurden so platziert, als ob sie gerade Unfälle mit den Schildern hatten und Bauarbeiter durften massenweise neue Schilder errichten.
    Schade, dass es solche Sets heute überhaupt nicht mehr gibt

    Antworten
  • Michael Pauly
    24. Januar 2026 11:32

    Von diesen Verkehrsschildern hatte ich als Kind sehr sehr viele, doch waren die nach und nach so spröde, daß sie nach und nach abgebrochen sind … leider. Ich habe noch viele Fahrzeuge aus der Anfangszeit von LEGO und sogar noch einige von den Metallfahrzeugen, wie Shelltankfahrzeug usw. Eine tolle Zeit damals, aber auch heute gibt es immer wieder neue tolle Sets, die ich mit meinem Enkel erkunden kann. Danke für Eure Seite und auch YouTube Kanal.

    Antworten
  • Vergangenes Wochenende hab ich meine Curver Schatzkiste mit den Legoteilen meiner Kindheit angefangen auszuräumen und zu sortieren und dabei sind die Straßenschilder neben Siko Schilder wieder aufgetaucht. Leider sind manche Schilder am oberen Ende des Stiels abgebrochen. Die Stelle war schon immer die empfindlichste Stelle.
    Es wäre cool wenn Lego solche Schilder in der neuen Legotypischen Bauweise aufleben lassen würde.
    Ich hab da noch so schöne Hamburg Ortseingangschilder von einer HanseBricks Austellung als Inspiration für Lego oder meine Neffen. 😄

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  • Sebastian Hellmich
    28. Januar 2026 9:43

    „Halt STOP!“, rief der Minifiguren-Polizist. Der Cabriofahrer mit dem grauen Cowboyhut in seinem schwarzen Sportwagen mit dem Kennzeichen LL-6627 bremste scharf ab. „Was ist los?“, fragte er erstaunt zurück. „Hast Du Tomaten auf den Augen?“ Der Polizist mit der Dienstnummer 600 ist ganz außer sich. „Du bist mit mehr als 60 Sachen durch die City gedüst, obwohl hier nur 40 Noppen pro Stunde erlaubt sind – und dann hast Du auch noch das Überholverbot im Kreuzungsbereich missachtet!“, klärte er auf. Der Cabriofahrer dachte nach, wann er diese Schilder gesehen haben könnte… War es an der Bus-Station, als er die Buslinie 379 überholt hatte und die Passanten vorbei gelassen hatte? Am Burgerstand war ihm auch weiter nichts aufgefallen. Oh nein! Er hatte sein neues Auto heute in der Auto Service Station abgeholt. Letzte Woche hatte er dort unter der Nummer 6363 angerufen und sich nach diesem Cabrio erkundigt. Sein altes Auto war ihm zu klein geworden – es war nur 6 Noppen lang und hatte keine Windschutzscheibe. 6609 Citydollar hatte er damals dafür bezahlt. Nun aber sollte es das schwarze Cabrio sein. Richtig cool – mit zu öffnender Haube und langer Antenne hinten. Als Tow Truck Fahrer verdiente er nicht schlecht, immerhin 6656 Citydollar im Monat. Der Polizist sah ihn noch immer mit ernster Miene an. „Was sagst Du jetzt?“ Mit Blick auf die im Bau befindliche Feuerwache 6382 antwortete er leise, „Ich war auf dem Weg zu meiner Garage. Nummer 361. Bei aller Freude über mein neues Auto habe ich wohl nicht auf meinen Tacho geschaut… Sorry!“ Inzwischen erreichte auch die Polizei Verkehrskontrolle das Geschehen. Sie berichteten vom Branddirektor, der mit seinem Buggy sämtliche Verkehrsschilder umgefahren hatte und nun auf der Flucht sei… Am Straßenrand lagen nun die vielen abgebrochenen Hinweisschilder. Parken in 300 m, Überholverbot, Baustelle, 40 und viele weitere. „Also gut, beim nächsten Mal drücke ich kein Auge zu. Wir müssen weiter, den Fire Chief aufhalten!“ Die Minifiguren-Polizisten brausten davon und erleichtert fuhr der Cowboy weiter. Was für eine Aufregung im Legoland zwischen all den Straßenplatten. Die Sonne ging langsam hinter der Bus Station unter und die Leuchtsteine aus 970 erstrahlten hier und dort die Stadt… – „Ab ins Bett, morgen ist Schule“, ruft es im wahren Leben plötzlich hinter mir. Mist, denke ich mir. Bis morgen Lego City, es war wieder ein spannender Tag hier bei euch 😉 Leise mache ich mich mit meiner Varta-Tachenlampe auf die Suche nach dem Fire Chief. Wo der wohl ist…?

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  • Frank Grimmell
    30. Januar 2026 11:48

    Warum gibt es heute nicht mehr so Schilder als Set?
    So etwas würde jede Stadt schöner machen. Leider habe nicht alle meiner Schilder die Kindheit überstanden.
    Mein Sohn hat sich über die übrigen trotzdem mächtig gefreut.

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  • Diese Verkehrszeichen zählten zu den grössten Schätzen meiner Legobeständen in der Kindheit und bildeten das Rückgrat jeder der zahlreichen errichteten Städte. Von meinem älteren Cousin, der aus völlig unerklärlichen Gründen keine Verwendung für seinen Lego-Sachen mehr hatte, erhielt ich einen Stapel gebrauchter Strassenplatten. Wenn nicht gerade Burgen im Kinderzimmer Hochkonjunktur hatten oder verwegene Seeräuber über den Teppich segelten, gab es eine selbstgebaute Stadt. Der Bauprozess begann immer mit dem Auslegen der Strassenplatten. Dann kam das eigentlich entscheidende: Die Verkehrsschilder verleihen den noch leeren Strassen Leben und Charakter und bringen Ordnung und Regeln in den Verkehr der neuen Stadt. Die 1×2 Füsse der Strassenschilder stellte ich immer überlappend auf die Trennlinie zweier angrenzender Strassenplatten – so gaben die Schilder dem städtischen Fundament Halt und Festigkeit, noch bevor die Bauarbeiter mit den ersten Grundmauern der Gebäude beginnen konnten. Verkehrsschilder sind ungemein wichtig. Ich meine, es kann ja nicht sein, dass man schneller als mit 30 Sachen um eine Polizeistation herum rast, oder? Eben.

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