Ihr habt es vielleicht gemerkt: LEGO hat Bluebrixx die Star-Trek-Lizenz weggeschnappt. Aber was machen die Dänen daraus? Jetzt kommt die U.S.S. Enterprise NCC-1701-D™ (LEGO 10356). Ich kenne das Raumschiff sehr gut aus meiner Kindheit und schaue mir heute das brandneue LEGO-Set mal genauer an. Hier im Beitrag findest Ihr meine positiven und negativen Punkte, die Euch dabei helfen können, eine Entscheidung zu treffen, ob das Set für einen Kauf infrage kommt.
Basis-Infos: LEGO 10356
- Name: Star Trek U.S.S. Enterprise NCC-1701-D™
- Set-Nummer: 10356
- Erscheinungsdatum: 28.11.2025 (Black Friday)
- Themenbereich: LEGO Space, Retro-LEGO, LEGO Star Trek
- Teile: 3.600 Teile + 9 Minifiguren
- selber bauen: LEGO 10356 Bauanleitung
- LEGO 10356 kaufen: bei LEGO
Positive Punkte für die LEGO-Enterprise
1. Frei schwebende Enterprise
Ein absolutes Highlight ist die sehr clevere Statik der LEGO-Enterprise. Das Modell scheint optisch zu schweben.

Das Gewicht der Untertassensektion allein beträgt 1,5 Kilogramm. Dementsprechend ist das Modell sehr kopflastig. Das Raumschiff so elegant mit nur einem zentralen Ständer zu realisieren, ist bautechnisch eine Meisterleistung.

Zum Vergleich: Bluebrixx hat diese Statik bei dem eigenen Enterprise-D-Modell nicht hinbekommen. Dort war ein zusätzlicher Ständer nötig. Und das, obwohl das Bluebrixx-Modell deutlich kleiner und leichter ist. Das sieht einerseits „bescheiden“ aus und spricht für eine deutlich besser realisierte Statik der LEGO-Enterprise.
Im Regal wirkt eine schwebende Enterprise natürlich um Welten besser. Ein echt cooler Look, der mit nur einem zentralen Standfuß auskommt.

2. Abnehmbare Untertassensektion
Ein weiteres Highlight ist die frei abnehmbare Untertassenfunktion bei der LEGO-Enterprise.

Auch hier liegt das LEGO-Modell deutlich vor der Modell von Bluebrixx, bei dem man die Untertassensektion nicht von der Antriebssektion trennen konnte.

Sehr gut gelöst finde ich den Trennungsmechanismus. Hier kaschiert LEGO die Technic-Achse mit einem Micoscale-Build, der aussieht wie ein Shuttle, das gerade in den Haupthangar fliegt. Ja, das ist simpel, aber es begeistert mich.

3. Schöne Details
Die Enterprise von LEGO hat an vielen Stellen tolle Details. Schaut Euch mal die Deflektorschüssel an. Sie besteht aus zwei bedruckten Teilen und scheint aufgrund ihrer Farben zu strahlen. Das ist deutlich schöne umgesetzt als bei Bluebrixx.

Auf dem Bild sieht man sehr schön die neuen Teile am Rand der Untertassensektion mit Prints.
Ebenfalls schöne umgesetzt als bei Bluebrixx sind die Warp-Gondeln, die Bussard-Reflektoren und die hinteren Rundungen der Antriebssektion.

Schaut mal wie filigran das aussieht. Trotzdem ist es sehr stabil.
Hier nochmal ein Blick auf das Bluebrixx-Modell:

4. Coole Minifiguren
Ja, die Minifiguren sind auf den ersten Blick sehr stylish. Sie sind simpel aber cool. LEGO zeigt hier besonders ikonische Charaktere der Serie „Star Trek The New Generation“.

Im Einzelnen sind das:
- Captain Jean-Luc Picard
- Data
- Deanna Troi
- Dr. Beverly Crusher
- Geordi LaForge
- Guinan
- Wesley Crusher
- William T. Riker
- Worf
Worf ist mein persönliches Highlight. Die Haare und die Stirnpartie sehen echt fresh aus. Hier mal ein kurzer Vergleich zu Worf von Bluebrixx:

Eine Sache fehlt mir allerdings: Die Minifiguren haben keine gedruckten Rang-Abzeichen. Das ist schade.
5. GWP als Zusatzgeschenk
Wer die U.S.S. Enterprise D (LEGO 10356) gleich zu Beginn kauft, der bekommt ein Shuttle als GWP dazu. Das GWP-Set hat die LEGO-Nummer 40768 und zeigt ein Star Trek Type-15 Shuttlepod mit der exklusiven Minifigur Ro Laren. Das GWP ist vom 28.11.26 (Verkaufsstart der Enterprise) bis 01.12.26 verfügbar – solange der Vorrat reicht.

Das Shuttle-Set umfasst 261 Teile. Mehr Informationen zum GWP bekommst Du hier: LEGO 40768
Negative Punkte gegen die LEGO-Enterprise
1. Größe als Problem: Ich habe keinen Platz
Ich bin als Kind großer Star-Trek-Fan gewesen. Allerdings habe ich keinen Platz für dieses große Set. Wenn man die 3.600 Teile zusammengesteckt hat, steht ein ordentlicher Kaventsmann vor Dir.

Die Maße sind: 60 Zentimeter in der Länge und 27 Zentimeter in der Höhe.

Erst kürzlich habe ich mit Andy über das Thema „Nachteile von großen LEGO-Sets“ ausgiebig im folgenden Podcast gesprochen. Hört (und seht) ihn Euch unbedingt mal komplett an:
2. Drucke und Sticker
Ja, LEGO hat sich bei den Drucken in Set 10356 an vielen Stellen Mühe gegeben. Allerdings kommen auch einige Sticker mit. Gerade, wenn man die Enterprise von LEGO direkt mit der Enterprise von Bluebrixx vergleicht (und das werden viele Kaufinteressierte tun), stellt man fest, dass Bluebrixx im eigenen Set nur Drucke liefert.
In verschiedenen Videos zur LEGO-Enterprise kann man an einigen Stellen Sticker sehen. Ein Bild vom Stickerbogen habe ich leider noch nicht für Euch. Das Bild reiche ich nach, wenn es Bilder dazu gibt.
Was meint Ihr?
Sind Euch noch weitere Punkte aufgefallen, die Euch bei den ersten Bildern persönlich positiv oder negativ ins Auge gesprungen sind? Schreibt es gern in die Kommentare.
Bleibt entspannt! Wir lesen uns.
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8 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Ich bin hin und hergerissen. Die Enterprise-D sieht schon gut aus, und endlich gibt es „richtige“ Minifiguren, auch wenn diese mich nicht komplett umhauen (siehe Euer Punkt zum Thema Rangabzeichen).
Das Set kostet eben auch 380€ im Vergleich zu 200€ damals bei Bluebrixx. Auch der Stand hätte schöner gelöst werden können (Kommunikator Form oder so)…und was ich an Bildern gesehen habe…die Sticker fallen nicht nur durch die Erhabenheit auf, sondern weil sie wie immer nicht den Grauton der Hülle treffen.
Das GWP könnte es vielleicht rausrücken und da es die 10305 nicht mehr gibt, die ich kaufen wollte, wird es vielleicht die Enterprise, dann heißt es Platz finden…
Vielen Dank aber auf jeden Fall für den Beitrag
Hi Rico, danke für Deine Gedanken 🙂
Hey,
Nur ein Gedanke zum Ständer, ja gut es ist einer aber der ist optisch viel „wuchtiger“ und massiver als der von BB, ich finde das schwer als „besser oder schlechter“ zu beurteilen 😉
Was wirklich gut ist ist das die Untertasse abnehmbar ist.
Optisch spricht sie mich schon an, aber finanziell ist es für mich überreizt, aber ich habe auch die BB Variante nicht… Aber ich bin halt eher DS9 Generation 😁
Hi Christoph,
danke für Deine Gedanken und Ergänzungen. Ich stelle mir gerade vor, wie cool es wäre, wenn der Ständer bei der LEGO-Enterprise statt schwarz komplett mit transparenten Teilen gelöst wäre.
Sonnige Grüße
Basti
Beim BB Set hatte ich vorhin den Gedanken, das würde bei Lego auch gehen, wenn der Fuß des Ständers vllt ein angedeuteter Planet wäre und dann der Haltearme transparent, würde das einiges mehr her machen…
Aber für die Minifiguren fehlt mir hier aber die passende Präsentationsfläche, da können die noch so gut sein, wenn die nicht richtig in Szene gesetzt werden, ist es schade drum (zB wie auch beim Ornithopter)
Sehr schön zusammengefasst. Für ich wird es als Gelegenheitssammler nach vielen Jahren wieder ein erster Day-One-Kauf. Wenn man im Jahr ohnehin „nur“ 500€ für Bausteine ausgibt, relativiert sich der singuläre Preis natürlich individuell… natürlich gibt es objektive Kritikpunkte wie die Sticker oder auch manche Preisentscheidung, aber ich freue mich einfach zu sehr über eine viel zu gelungene Enterprise.
Hi Franz, ich kann Deinen Gedankengang komplett nachvollziehen. Gönn Dir! 🙂
Ich habe, als die Gerüchte aufkamen, das Geld extra dafür zur Seite gelegt. Als die Enterprise dann vorgestellt wurde, war für mich klar, dass das Ding gekauft ist. Doch dann kamen die Maße. 5 cm zu viel in Länge und Breite für meine IKEA-Vitrine. Dann halt nicht.
Jetzt habe ich mir nach Inspiration auf Instagram eine Enterprise-D in Microscale gebaut, die kann sogar locker auf dem Schreibtisch stehen. Damit hat es die gleiche „Funktion“ wie das große Modell – es steht halt da. Die Figuren werde ich mir evtl. bricklinken.
Und jetzt wundere ich mich darüber, wie ich das große Modell überhaupt mal haben wollte: Sticker, hässlicher Ständer, Druckfehler auf dem Plakettensticker.